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20 Jahre Radsensor Typ RSR180
Im Jahre 1986 erfand Josef Frauscher einen Radsensor, dem das Wirkprinzip der Feldlinienablenkung, auch Feldbeugung genannt, zugrunde liegt. Obwohl eine solche Funktionsweise zu dieser Zeit auch von anderen Herstellern genutzt wurde, bestand die Innovation darin, dass sowohl die Sendereinheit als auch die Empfängerspulen in einem kompakten Gehäuse Platz fanden.

Damit war der Grundstein für einen einfachen, kostengünstigen und äußerst zuverlässigen Radsensor gelegt, der wenig später als Typ RSR180 in Serie gefertigt wurde und schnell Verbreitung fand.

Das Wirkprinzip der Feldlinienablenkung mit "naher" Sendereinheit zeichnet sich durch mehrere Vorteile aus. Zunächst gewährleistet ein solcher Aufbau eine hohe Resistenz gegen störende Wechselmagnet-felder, die von Oberwellen des Schienenrückstroms ausgesendet oder direkt von den Schienenfahrzeugen abgestrahlt werden. Dies ist ein markanter Vorteil gegenüber Sensoren, die nach dem Wirbelstrom- und Hystereseprinzip arbeiten.

Darüber hinaus orientiert sich die Feldgeometrie des Radsensors auch am Schienenfuß. Sobald sich dieser entfernt, beispielsweise bei Abfall des Sensors von der Schiene, verändert sich das Nutzsignal des Sensors in der gleichen Weise, wie wenn sich ein Rad im Einflussbereich befinden würde. Eine sehr einfache Signalauswertung und die Erfüllung höchster Sicherheitsansprüche sind die Folge.


Das Bild zeigt den Prototyp aus dem Jahre 1986. Der Radsensor RSR180 befindet sich mittlerweile in einer Stückzahl von ca. 15.000 weltweit im Einsatz.
 
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